Dr. med. E. J. Messer
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Arthrose Daumensattelgelenk

Röntgenbild vor und nach der OP

Eine Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) tritt häufig im Verlauf zunehmender und meist beidseitiger Verformung des Daumensattelgelenkes mit Knorpelabrieb, Knochenanbauten (Osteophytenbildung) und Fehlstellung des Daumenmittelhandknochens auf. Oft ist sie kombiniert mit Verschleißerscheinungen der angrenzenden Handwurzelknochen. Neben der eingehenden klinischen Untersuchung ist auch die Anfertigung einer Röntgenkontrolle zur Diagnosestellung sinnvoll.

Zunächst sollte eine konservative Behandlung mit kurzfristiger Ruhigstellung und Schonung sowie eine begleitende medikamentöse Therapie erfolgen. Je nach Beschwerdesymptomatik ist auch eine physiotherapeutische Behandlung anzuraten.
Im fortgeschrittenen Stadium mit weitgehender Zerstörung des Daumensattelgelenkes stellen sich meist starke funktionelle Beeinträchtigungen und eine unterschiedlich stark ausgeprägte Schmerzsymptomatik ein, so dass eine operative Therapie häufig sinnvoll ist. Hierbei wird der betroffene Handwurzelknochen entfernt und der Daumenstrahl wird mittels eines gestielten Sehnentransplantates stabilisierend aufgehängt (Resektions-Interpositionsarthroplastik). Vorteil dieser Methode ist die Erhaltung der Beweglichkeit bei Beseitigung des schmerzhaften Gelenkreibens und der Gelenkfehlstellung.
Die Nachbehandlung besteht in der Regel aus einer Ruhigstellung des Daumens bis zum Abschluss der Wundheilung (2 Wochen), danach erfolgen zunehmend eigentätige Bewegungsübungen, im weiteren Verlauf ggfls. krankengymnastische Übungsbehandlungen.